
Doch
sollte es diesmal nur ein kurzes Gastspiel sein. Die Runde verlief nicht so
wie erwartet und im April
1991 trat
Trainer Peter Billmann zurück. Spielausschußvorsitzender Christian
Heß übernahm in der Rolle des Spielertrainers den Trainingsbetrieb.
Am Ende der Saison mußte der SV Reute dann aber wieder den Gang
in die Kreisliga A antreten. Christian Heß blieb weiterhin Spielertrainer
und mußte in der Saison
1991/92 anfangs eine große
Verletztenmisere verkraften. Gegen Ende der Hinrunde setzte dann allerdings
wieder ein Aufwärtstrend
ein und die Truppe stabilisierte sich während der Rückrunde zunehmends.
In der Saison
1992/93 war der SVR unter Spielertrainer Christian
Heß drauf und dran, den dritten Aufstieg in die Bezirksliga perfekt
zu machen. Eine 1:2-Niederlage in Blitzenreute bedeutete kurz vor Rundenende
dann aber ein bitterer Rückschlag. So kam es am letzten Spieltag
zu einem Herzschlagfinale mit dem SV Vogt. Nachdem der SV Reute die
Pflichtübung
in Weissenau mit 3:1 gewonnen hatte, begann das bange Warten auf das Ergebnis
von Vogt. Bis kurz vor Schluß konnte der SV Reute auf die Meisterschaft
hoffen, doch dann konnte Vogt aus dem Gewühl heraus den entscheidenden
1:0-Siegtreffer erzielen. Für die Reutener Fußballer wohl
eine der größten Enttäuschungen der Vereinsgeschichte.
Nur Minuten hatten sie von dem dritten Bezirksligaaufstieg getrennt.
An dieser Enttäuschung hatte der SVR auch noch in der folgenden Saison
trotz etlicher Neuzugänge zu knabbern und ein erneutes Mitspielen
um die Meisterschaft war schon bald passé. Der beliebte Christian
Heß
gab denn auch zum Ende der Saison
1993/94 das Amt des Spielertrainers
ab. Für ihn wurde Josef Hanns aus Seibranz als neuer Trainer verpflichtet.
Doch dessen Engagement war nur von kurzer Dauer. Spannungen zwischen
ihm und der Mannschaft sowie der Vorstandschaft führten nach der
Vorrunde zur Entlassung. Für die Rückrunde konnte Norbert Donath
als neuer Trainer verpflichtet werden. Mit ihm machte der SV Reute einen
glänzenden
Fang, vor allem im kameradschaftlichen Bereich bewegte er einiges. Dennoch
verlief die folgende Saison
1994/95 recht unbefriedigend. Immer
wieder machte die knappe Personaldecke zu schaffen. Die 2. Mannschaft
wurde deshalb abgemeldet und statt dessen in der Reserverunde angemeldet.
Mangelnder Trainingseifer und Zuverlässigkeit bei der Zweiten zog
sich halt wie ein roter Faden durch die 90er Jahre. Etliche Verstärkungen
ließen bei der Ersten
die Hoffnung auf einen Spitzenplatz in der Saison 1995/96 aufkeimen. Doch
die hochgesteckten Erwartungen konnten am Ende nicht erfüllt werden.
Es blieb nur der sechste Tabellenplatz am Saisonschluß.