Jugendarbeit beim SV Reute

Jugendarbeit beim SV ReuteAls kleiner Verein war der SV Reute immer schon darauf angewiesen, die aktive Mannschaft durch Jugendliche aus den eigenen Reihen zu rekrutieren und aufzufrischen. Immer wieder wuchsen aus der Jugendarbeit auch hoffnungsvolle Talente heran. Vor allem in der Ära des noch recht jungen Vorstandes Karl Herwanger begriff man, wie wertvoll eine gute Jugendarbeit für die Aktiven des Vereins sein kann. Unter dem seit 1966 tätigen Jugendleiter Horst Fischer reiften immer wieder vielversprechende Nachwuchskräfte heran.
In der Saison 1970/71 konnte die Reutener A-Jugend den Titel des Staffelmeisters erringen. Beim Pokalturnier in Bad Waldsee konnten die Reutener sogar die Jugendmannschaft des FV Ravensburg mit 4:2-Toren besiegen und stellte dadurch den 1.Sieger. Etliche Jugendspieler des SV Reute schafften übrigens den Sprung teilweise bis in die Verbandsliga, Namen wie Michael Gleich, Bernd und Volker Fähnrich, Christian Heß, Rudi Klawitter, Reiner Schnell u.a. sind im Oberland ein Begriff.

Auch in den 80er Jahren feierte die Reutener Jugendarbeit Erfolge. Die D-Jugend unter Trainer Horst Fischer wurde beispielsweise 1985 Staffelmeister, unter anderem mit den heute bei den Aktiven mitwirkenden Karlheinz Hörmann und Achim Bräuninger.
In der Saison 1994/95 lieferte sich die B-Jugend unter dem Trainergespann Thomas Straub/Martin Lorinser einen erbitterten Kampf mit dem SV Vogt um den Meistertitel. Erst ein erforderlich gewordenes Entscheidungsspiel gab den Ausschlag zugunsten von Vogt. Nach deren Verzicht stieg dennoch die Reutener B-Jugend in die Leistungsstaffel auf.
Vom Boom nach der Weltmeisterschaft 1990 profitierte auch der SV Reute ganz enorm und verbuchte vor allem in den jüngeren Jahrgängen einen noch nie dagewesenen Zulauf. So entwickelte sich in den letzten Jahren eine florierende Jugendabteilung mit oft zwei oder drei Mannschaften in den jüngeren Altersklassen.
Ganz groß raus kam im Jahr 1999 die F-Jugend, die zunächst den Bezirksmeistertitel in der Halle holte und anschließend im Sommer auch noch auf dem Feld den Titel des Staffelmeisters nach Reute holte. Jüngster Erfolg der Reutener Jugendabteilung ist die Meisterschaft der E-Jugend in der Saison 2000/2001, die in einem Entscheidungsspiel das Team des FV Ravensburg schlagen konnte und den Meisterwimpel nach Reute holte.

Im Zeitalter des Individualsports muß die Jugendabteilung vielfältige Aktionen starten, um die Jugendlichen bei der Stange zu halten und für den Vereinssport zu gewinnen. Deshalb auch ist der SV Reute seit Jahren bemüht, ein weitgestreutes Angebot auf die Beine zu stellen. Immer wieder wurden Zeltlager, Hüttenaufenthalte, Discos und ähnliches mit großem Erfolg initiiert. Auch wiederholte Teilnahme an örtlichen und internationalen Jugendturnieren führten dazu, den Jugendlichen die Freude am Fußballsport zu vermitteln. Seit Ende der 90er Jahre wurde verstärkt eigene Hallen- und Feldturniere angeboten. Großen Anklang findet stets Feldturnier auf dem Reutener Sportplatz mit Grill- und Unterhaltungsabend. Hier engagieren sich sowohl die Jugendtrainer als auch die Eltern mit großem Aufwand.

Zum 50-jährigen-Jubiläum holte die Jugendabteilung zum ganz großen Wurf aus und veranstaltet zum ersten Mal ein eigenes internationales Jugendturnier in Reute. Die Resonanz darauf war überwältigend und ermunterte zur Fortsetzung. Bei dem Mammut-Turnier für F-, E-, D- und C-Jugendmannschaften nahmen insgesamt 60 Mannschaften teil, darunter so renommierte Teams wie 1.FC Nürnberg, VFB Stuttgart, Tennis Borussia Berlin, SSV Ulm 1846, Karlsruher SC, VFB Hohenems und viele andere. Obwohl das Wetter nicht ganz mitspielte, beflügelte der Erfolg die Reutener Jugendabteilung dazu, ein internationales Jugendturnier künftig alle zwei Jahre auf die Beine zu stellen. Im Wechsel dazu findet dann immer ein großes regionales Jugendturnier statt. Im Jahr 2002 folgte die zweite Auflage eines internationalen Turnieres. Diesmal gab’s drei Sonnentage pur, das Turnier wurde ein Erfolg auf ganzer Ebene. Wieder waren renommierte Mannschaften wie der VFB Leipzig, Chemnitzer FC oder TSV 1860 München am Start. Mit dem 56-fachen Nationalspieler Henning Frenzel war auch eine ganz große Persönlichkeit vor Ort. Frenzel ist in der ehemaligen DDR so bekannt wie Uwe Seeler und liegt in der Torschützenliste noch vor dem legendären Jürgen Sparwasser.